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Tarifrunde der Länder 2017

Öffentlicher Dienst

ver.di Nord : Erste Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Länder ohne Ergebnis

Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder 2017

 
"Wir haben aber deutlich das Gefühl, dass beide Verhandlungsseiten konstruktiv in diese Verhandlungen gehen und wir eine Tarifrunde gemeinsam, auch für die Beschäftigten in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, gestalten können,", so die stellvertretrende Landesleiterin von ver.di Nord, Conny Töpfer, nach der ersten Verhandlungsrunde.

"Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in unseren nördlichsten Bundesländern benötigen eine deutliche Einkommenserhöhung und strukturellen Verbesserungen der tariflichen Regelungen. Bei dem derzeitigen Milliardenüberschuss des Steueraufkommens, dürfte es für die Länder auch kein Problem sein dies in die Haushalte einzuplanen", so Töpfer weiter.

ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden im öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen) Verbesserungen im Gesamtvolumen von 6 Prozent. Dies beinhaltet eine soziale Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages und die Einführung der Stufe 6 in den Entgeltgruppen 9 bis 15 sowie strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Dabei soll die Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder sowie der Erzieherinnen und Erzieher in Berlin sowie bei den an den TVL gebundenen Studentenwerken und den Beschäftigten in der Pflege an die der Kommunen angeglichen werden.

Für die Auszubildenden fordert ver.di eine Erhöhung der Vergütungen um 90 Euro, mehr Urlaub und die Übernahme nach der Ausbildung. Zudem sollen die schulischen Ausbildungsgänge, z.B. in den Gesundheitsberufen, in die Tarifverträge einbezogen werden. Darüber hinaus fordert ver.di den Ausschluss sachgrundloser Befristungen im öffentlichen Dienst. Das Tarifergebnis soll zudem zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfänger übertragen werden. Insgesamt sind von der Tarif- und Besoldungsrunde 2,2 Millionen Beschäftigte betroffen.
ver.di führt die Tarifverhandlungen als Verhandlungsführerin mit den DGB-Gewerkschaften GdP, GEW und IG BAU sowie in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem dbb beamtenbund und tarifunion. Die Verhandlungen werden in der zweiten Runde am 30. und 31. Januar 2017 in Potsdam fortgesetzt.