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Verhandlung gescheitert - Urabstimmung!

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Verhandlung gescheitert - Urabstimmung!

Tarifrunde OVN 2015

Die Arbeitgeber eröffneten wieder einmal mit einem „Angebot“ mit langer Laufzeit:

  • 2015: 0,00 € = 0,00%
  • 2016: 40,00 € = 1,95% = 2345,05€ =13,84€/Std.
  • 2017: 50,00 € = 2,13% = 2395,05€ = 14,13€/Std.
  • 2018: 50,00 € = 2,08% = 2445,05€ = 14,43€/Std.
  • Laufzeit bis 31.10.2018, Laufzeit 40 Monate (!!!).

Die ver.di-Verhandlungskommission protestierte eingangs der 5. Verhandlungsrunde wegen diverser Union-Busting-Aktionen (Gewerkschafts- und Betriebsratzerschlagung) mehrerer Busunternehmer. Möglichen Spekulationen über einen Weg über eine so genannte Schlichtung erteilte die ver.di-VK eine klare Absage. Schließlich bewertete die ver.di-VK das Arbeitgeber-„Angebot“ und wies es wie folgt zurück: „Das Angebot kann kein Gegenstand von Verhandlungen sein.“

Gleichzeitig wurde von der ver.di-VK der Vorschlag unterbreitet, im Wege von erweiterten Sondierungen mit einer 2+2-Gruppe (je zwei Mitglieder auf jeder Seite) zu versuchen, einer Einigung näher zu kommen. Bis in den späten Abend hinein zogen sich immer wieder neue Sondierungsrunden, in denen verschiedenste Varianten durchgesprochen wurde. Dabei zeigte die ver.di-Verhandlungskommission auch die Bereitschaft, sich ihrerseits zu bewegen – und das nicht wenig.

Letztlich zeigte sich, dass die mit den Arbeitgebern andiskutierten Varianten, keine Tragfähigkeit für weitere Verhandlungen hatten. Sie waren letztlich so schlecht, dass die Verhandlungskommission nicht mal mehr in Erwägung ziehen konnte, sie in einer Mitgliederbefragung einer breiten Diskussionen an der Basis in den Betrieben zu stellen. Zum Abschluss des Tages legten die Arbeitgeber ein neues Angebot vor:

  • 01.07.2015: 0,00€ = 0,00%
  • 01.12.2015: 50,00€ = 2355,05€/Monat = 13,89€/Std. = 2,17%
  • 01.11.2016: 50,00 € = 2405,05€/Monat = 14,19€/Std. = 2,12%
  • 01.10.2017: 50,00€ = 2455,05€/Monat = 14,48€/Std.= 2,08%, bis 31.12.2017 = Laufzeit 30 Monate

Die ver.di-Verhandlungskommission lehnte ab und erklärte das Scheitern der Verhandlung. Die Arbeitgeber sind nicht wirklich bereit, sich zu bewegen. Ihre Bewegung entsprach mal wieder nur einem Schritt von im Schnitt ca. 0,01 %. Dieses ist aus der Sicht der ver.di-Verhandlungskommission absolut inakzeptabel.

Nun müssen die Mitglieder in einer Urabstimmung über einen unbefristeten Erzwingungsstreik befinden. Die Arbeitgeber behaupten, die Streikbereitschaft würde bröckeln und wir würden einknicken. Wir wissen, dass es es nicht so ist. Die Arbeitgeber wollen nun den Beweis.