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Tarifverhandlungen im Einzelhandel Schleswig-Holstein: UNFAIR …

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Tarifverhandlungen im Einzelhandel Schleswig-Holstein: UNFAIR - "Fair und vernünftig" geht anders!

Tarifrunde Einzelhandel 2017
UNFAIR - "Fair und vernünftig" geht anders! ver.di UNFAIR - "Fair und vernünftig" geht anders!  – Tarifverhandlungen im Einzelhandel Schleswig-Holstein

 
Am 29. Mai 2017 fanden in Neumünster die 2. Tarifverhandlungen über die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die ca. 90.000 Beschäftigten im Einzelhandel für Schleswig-Holstein statt. Nach der ersten Verhandlungsrunde hatten sich die Ver.di-Tarifkommission und die Arbeitgeber ohne ein Angebot vertagt.

Zu Beginn der Verhandlungen bekräftigten die Arbeitgeber, dass die Forderungen der Ver.di-Tarifkommission als nicht verhandelbar angesehen werden. Auch einer gemeinsamen Initiative zur Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge des Einzelhandels in Schleswig-Holstein erteilten die Arbeitgeber eine Abfuhr.

Aus Sicht der Arbeitgeber müsste die Vergütung der Beschäftigten „ fair und vernünftig“ sein. Sie legten uns danach ein Angebot vor. Dabei sind sie nicht einmal rot geworden.

Es lautet im Detail:

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. Juli 2017 um 1,5 % - das bedeutet 2 Nullmonate,
  • Eine weitere Erhöhung ab dem 01. Mai 2018 um 1,0 %
  • Die Ausbildungsvergütungen sollen um die gleichen Prozentsätze angehoben werden
  • Laufzeit des Tarifvertrages von 24 Monaten

Die Ver.di-Tarifkommission hat dieses Angebot als völlig unzureichend zurück gewiesen. Bei den derzeitigen Teuerungsraten in 2017 und für 2018 prognostiziert, bedeutet dieses Angebot der Arbeitgeber reale Einkommensverluste!

So sieht keine faire und vernünftige Entlohnung der Beschäftigten aus!

Dieses Angebot ist eine Missachtung der guten Arbeit und hervorragenden Leistungen der Beschäftigten, die sie tagtäglich abliefern!

Wir brauchen kräftige Erhöhungen der Einkommen für uns und unsere Familien. Stetige Preissteigerungen, höhere Ausgaben für das tägliche Leben machen das notwendig.

Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass die Einkommen auch für die Zeit im Alter ausreichen. Vielen Beschäftigten droht zukünftig Altersarmut. Schon heute ist die Branche des Einzelhandels die mit den meisten Beschäftigten, die vom Staat zusätzliche Leistungen in Anspruch nehmen müssen, um das tägliche Leben bestreiten zu können. Mit der Absage der Arbeitgeber an eine Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge wird der Wettbewerb auf den Schultern der Beschäftigten weiter angeheizt.

Damit muss Schluss sein!