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Sozialwahlen 2017: Mehr Transparenz wagen

ver.di NEWS

Sozialwahlen 2017: Mehr Transparenz wagen

Ausgabe (01/2017)

  
Titelthema:
 ver.di-Kandidat/innen stellen sich im Internet den Fragen der Wählerschaft

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Wichtige Wahlen stehen in diesem Jahr in Deutschland an. Im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen werden im Frühjahr neue Landtage gewählt werden, im Herbst entscheidet sich, wer das Land auf Bundesebene für die kommenden vier Jahre regieren soll. Und zudem sind die Versicherten der Deutschen Rentenversicherung und großer Krankenkassen zu den Sozialwahlen aufgerufen.

Zwar sind die Sozialwahlen mit über 50 Millionen Wahlberechtigten die drittgrößten Wahlen in Deutschland, allerdings führen sie bislang eher eine Art Schattendasein. Mit rund 30 Prozent ist die Wahlbeteiligung recht gering, vielen Versicherten ist wohlmöglich nicht klar, wie viel sie mit ihrer Beteiligung an dieser Briefwahl bewegen können. Deswegen arbeitet ver.di daran, diese Wahlen stärker in die öffentliche Wahrnehmung zu rücken - und das nicht nur zur Wahlzeit.

Jetzt haben der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske und ver.di-Bundesvorstandsmitglied Eva-Maria Welskop-Deffaa die neu geschaffene Internet-Plattform sozialversicherung.watch vorgestellt. Hier können Interessierte den zehn Spitzenkandidat/innen der ver.di-Listen bei der DAK Gesundheit, der Kaufmännischen Krankenkasse KKH, der Barmer, der Techniker Krankenkasse sowie der Deutschen Rentenversicherung Bund ihre Fragen rund um Selbstverwaltung und Sozialversicherung stellen. In den nächsten Wochen kommt noch die hkk hinzu, dort ist die Entscheidung, die Sozialwahl als Urwahl abzuhalten, erst kürzlich gefallen.

Dialog auf Augenhöhe

Die Antworten der angesprochenen Kandidierenden sind dann auf der Seite öffentlich für alle zugänglich. Entwickelt wurde die Seite von Abgeordneten-watch.de, wo sich seit 2004 Politiker/innen den Fragen ihrer Wähler/innen stellen. Georg Hackmack von abgeordnetenwatch.de verweist darauf, dass die Seite einen "Dialog auf Augenhöhe" ermöglicht. Er hofft, dass sozialversicherung.watch mehr Menschen zur Teilnahme an den Sozialwahlen begeistern kann. Das Team von abgeordnetenwatch.de moderiert die Fragen auf der ver.di-Seite.

"Wir wollen mit Transparenz und Informationsangeboten zur Sozialwahl dafür sorgen, dass die Versicherten die Chancen auf demokratische Kontrolle und Mitwirkung stärker wahrnehmen", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Er geht davon aus, dass die Selbstverwaltung aus diesem Dialog gestärkt hervorgehen werde.

Die Sozialwahlen sind Briefwahlen. Die Unterlagen werden ab Ende April verschickt und müssen ausgefüllt spätestens bis zum 31. Mai 2017 wieder bei den entsprechenden Sozialversicherungsträgern angekommen sein. Eine Ausnahme ist die Barmer, hier ist der Wahltermin der 4. Oktober.

sozialversicherung.watch

Mehr Infos zur Sozialwahl: www.sozialwahlen.verdi.de

 
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